Symphony T(h)ree

Symphony T(h)ree
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120 · Panorama · 3 Bilder · Abzugsformate 285 × 20 / 200 × 14 / 150 × 11 cm

Zwischen Form und Wahrnehmung – visuelle Kompositionen im Raum

Mehrfachbelichtungen und Tiefe verwandeln Baumformen in abstrakte Muster. Zwischen Realität und Auflösung entsteht ein visueller Raum für neue Perspektiven.

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Zur Serie

Die Serie Symphony T(h)ree ist eine fotografische Auseinandersetzung mit der feinen Struktur von Baumzweigen und verbliebenem Blattwerk in der herbstlichen Dämmerung. Entstanden mit einer analogen 6×17-Panoramakamera, bestehen die Werke aus vollständigen, ungeschnittenen 120er-Filmstreifen (6 × 80 cm). Als Abzug messen die Panoramen 285 × 20 cm.

Durch bewusste, manuelle Mehrfachbelichtung und Rotationen des Filmtransports entstehen komplexe visuelle Schichtungen auf einem einzigen Negativ. Es handelt sich nicht um klassische Tiefenschärfe-Fotografie, sondern um eine poetische Abstraktion: Linien, Dichte und Licht verweben sich zu einem vielstimmigen Geflecht aus Formen. Die Aufnahmen entstanden ausschließlich in der Blauen Stunde – einem Zwischenmoment, in dem sich Klarheit auflöst und Stille verdichtet.

Wie eine musikalische Komposition entfalten sich die Bilder beim Durchwandern der langen Streifen: Intensitäten verschieben sich, Rhythmen wechseln, Strukturen tauchen auf und verschwinden wieder. Diese lineare Bewegung durch das Bild erzeugt ein temporales Erleben im Raum – ähnlich wie beim Hören einer Symphonie.

Daher auch der Titel der Serie: Symphony T(h)ree – ein Wortspiel, das sowohl auf eine dreiteilige musikalische Form (Symphony Three) anspielt als auch auf das englische „Tree“ – den Baum als zentrales Motiv. Die drei Arbeiten tragen die musikalischen Bezeichnungen Andante, Allegro und Presto – als visuelle Sätze einer raumbezogenen Bildpartitur.

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