Symphony-T(h)ree
Zwischen Form und Wahrnehmung – Visuelle Kompositionen im Raum

Symphony T(h)ree - Andante

Symphony T(h)ree - Allegro

Symphony T(h)ree - Presto
Die Serie Symphony T(h)ree ist eine fotografische Auseinandersetzung mit der feinen Struktur von Baumzweigen und verbliebenem Blattwerk in der herbstlichen Dämmerung. Entstanden mit einer analogen 6×17-Panorama-Großformatkamera, bestehen die Werke aus vollständigen, ungeschnittenen 120er Filmstreifen – bis zu drei Meter lang und nur 20 Zentimeter hoch.
Durch bewusste, manuelle Mehrfachbelichtung und Rotationen des Filmtransports entstehen komplexe visuelle Schichtungen auf einem einzigen Negativ. Es handelt sich nicht um klassische Tiefenschärfe-Fotografie, sondern um eine poetische Abstraktion: Linien, Dichte und Licht verweben sich zu einem vielstimmigen Geflecht aus Formen. Die Aufnahmen entstanden ausschließlich in der Blauen Stunde – einem Zwischenmoment, in dem sich Klarheit auflöst und Stille verdichtet.
Wie eine musikalische Komposition entfalten sich die Bilder beim Durchwandern der langen Streifen: Intensitäten verschieben sich, Rhythmen wechseln, Strukturen tauchen auf und verschwinden wieder. Diese lineare Bewegung durch das Bild erzeugt ein temporales Erleben im Raum – ähnlich wie beim Hören einer Symphonie.
Daher auch der Titel der Serie: Symphony T(h)ree – ein Wortspiel, das sowohl auf eine dreiteilige musikalische Form (Symphony Three) anspielt als auch auf das englische „Tree“ – den Baum als zentrales Motiv. Die drei Arbeiten tragen die musikalischen Bezeichnungen Andante, Allegro und Presto – als visuelle Sätze einer raumbezogenen Bildpartitur.